Sektorenkopplung mit Solarcarports: PV-Strom für Wärmepumpen nutzen
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) treibt die Heizungsmodernisierung voran. Viele Unternehmen ersetzen Gas- oder Ölheizungen durch Wärmepumpen – eine sinnvolle Maßnahme für Klimaschutz und langfristige Kostensenkung.
Doch Wärmepumpen brauchen Strom. Und hier entsteht ein neues Potenzial: die Kopplung von Solarcarports und Wärmepumpen.
Wir von Auer Carports sehen: Unternehmen, die beide Technologien kombinieren, profitieren doppelt.
Was ist Sektorenkopplung?
Sektorenkopplung bedeutet: Verschiedene Energiesektoren werden verbunden, in diesem Fall Strom und Wärme. PV-Strom wird nicht nur für klassische Verbraucher genutzt, sondern auch für Heizung und Warmwasser.
Bei Wärmepumpen ist das besonders effizient: Eine Kilowattstunde Strom erzeugt (je nach System) 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Wenn dieser Strom aus der eigenen PV-Anlage stammt, sinken Heizkosten drastisch.
Praxisbeispiel: Bürogebäude mit Wärmepumpe
Ein mittelständisches Unternehmen im Raum Amberg betreibt ein Bürogebäude mit 1.200 m² Fläche. 2023 wurde die alte Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (15 kW thermisch) ersetzt.
Strombedarf der Wärmepumpe: rund 12.000 kWh jährlich.
Gleichzeitig wurde ein Solarcarport über 30 Stellplätzen installiert, Leistung 60 kWp. Die Anlage erzeugt jährlich 55.000 kWh.
Ergebnis:
Kostenersparnis Heizung: 7.200 kWh × 0,30 €/kWh = 2.160 Euro jährlich
Hinzu kommen Einsparungen für Bürostrom (Beleuchtung, IT), der ebenfalls aus der PV-Anlage stammt. Gesamteinsparung: über 10.000 Euro pro Jahr.
Warum passt das zusammen?
Wärmepumpen laufen vor allem in den Heizmonaten (Oktober bis April). Genau dann haben PV-Anlagen zwar weniger Ertrag als im Sommer, erzeugen aber noch erhebliche Mengen Strom – insbesondere an sonnigen Wintertagen.
Zusätzlich laufen Wärmepumpen oft tagsüber (Aufheizen vor Arbeitsbeginn, Grundlast tagsüber). Das passt zur PV-Erzeugung.
Kombination mit Pufferspeicher
Noch effizienter wird die Kopplung mit einem thermischen Pufferspeicher. Überschüssiger PV-Strom wird genutzt, um Wasser zu erwärmen – das dann über Stunden abgerufen werden kann.
So lässt sich auch Strom nutzen, der sonst eingespeist würde. Eigenverbrauchsquote und Wirtschaftlichkeit steigen.
Neubau und Bestandsmodernisierung
Für Neubauten ist die Kombination von Wärmepumpe und PV inzwischen Standard. Doch auch im Bestand macht sie Sinn, besonders bei ohnehin anstehender Heizungsmodernisierung.
Viele Unternehmen im Raum Amberg stehen vor dieser Entscheidung: alte Heizung austauschen, GEG-Vorgaben erfüllen. Wer gleichzeitig in Solarcarports investiert, schafft Synergien.
Förderung kombinieren
Wärmepumpen werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert, PV-Anlagen über EEG-Vergütung und KfW 270. Beide Förderungen lassen sich kombinieren.
Das senkt Investitionskosten und beschleunigt Amortisation.
Dimensionierung entscheidend
Wichtig ist die richtige Auslegung: Wie groß muss die PV-Anlage sein, um Wärmepumpe und weitere Verbraucher zu versorgen? Eine Überdimensionierung ist unwirtschaftlich, eine Unterdimensionierung verschenkt Potenzial.
Wir analysieren Lastprofile und dimensionieren Anlagen so, dass maximale Eigennutzung erreicht wird.
Unsere Position: Wir sind überzeugt: Sektorenkopplung ist der nächste logische Schritt. Wer PV und Wärmepumpe kombiniert, nutzt Strom dort, wo er am meisten bringt – in der Wärmeversorgung.
Für Unternehmen mit Heizungsmodernisierung ist das eine Chance, Energiekosten nachhaltig zu senken.
Sprechen Sie uns an. Wir berechnen die Synergien für Ihren Standort.